Grüne Urlaubssouvenirs

Fahrradparkhaus im niederländischen Leuuwarden: Zugegeben – 130.000 Einwohner*innen ist eine andere Liga als Bruchköbel und die Niederlande sind in Sachen Fahrrad sowieso besonders. Dennoch immer wieder beeindruckend, wie radikal dort der Radverkehr gefördert wird. Daran können wir uns in Bruchköbel schon ein Beispiel nehmen. In unserer „Stadt der kurzen Wege“ und mit nur geringen Steigungen haben wir Grüne schon einiges für Radfahrende in Bewegung gebracht. Aber sowohl für den fahrenden als auch den ruhenden Radverkehr ist da noch reichlich Luft nach oben. Und jeder Weg mehr, der per Rad zurückgelegt wird, verringert den allzu dichten Autoverkehr – gut für Anwohnende, Autofahrer*innen und die Umwelt. Win-win-win sozusagen.

Fahrverbot vor der Schule in Tramin (Südtirol): Ganz einfach und kategorisch – in der entscheidenden halben Stunde zu Schulbeginn und -ende ist die Straße vor der Schule in Tramin für Fahrzeuge aller Art gesperrt. Wir glauben zwar nicht, dass das so ganz ohne Carabinieri funktioniert. Als Idee, insbesondere das beliebte Elterntaxi auszubremsen, dessen Fahrer*innen oft genug die Gefahr für andere Kinder darstellen, finden wir diesen Ansatz charmant.

Die goldige Vespa, am Rande bemerkt, mag zwar eine Augenweide sein, war aber vor allem eine Ohrenplage 😉

Supermarkt-Parkplatzüberdachung im südfranzösischen Lit-et-Mixe: Nicht zu ersten Mal begeistert uns diese in den südlichen Nachbarländern (und manchmal auch schon bei uns) vermehrt zu beobachtende Idee, große Parkplätze mit Photovoltaikanlagen zu überbauen. Produziert nicht nur regenerativen Strom, sondern schafft auch noch Schattenparkplätze. Die Anlage hier wurde erst in diesem Jahr auf dem Parkplatz eines bestehenden Supermarkts errichtet. Liebe Supermärkte vor dem Viadukt, nehmt Euch gerne ein Beispiel daran! Wir Grüne möchten das ja gemeinsam mit der Kooperation auch gerne auf dem Schwimmbad-Parkplatz machen, aber mit den derzeitigen Regierungen Land und Bund stehen die Zeichen für die notwendige Förderung wohl eher schlecht.

ÖPNV-Gästeticket in Südtirol: In Südtirol erhalten alle Urlaubsgäste automatisch ein digitales Ticket für Bahn und Bus in der gesamten Provinz. Bahn, Bus, Seilbahn – alles drin. Und das Angebot ist gut und verlässlich, so dass man sich gerne die Parkplatzsuche erspart oder eben nach einer schönen Wanderung mit dem Bus zum Ausgangspunkt zurückfährt. Oder einfach die Fahrt mit einer der spektakulären Bergbahnen genießt. Wir haben hier zwar keine Bergbahnen, aber so ein ÖPNV-Ticket wäre sicher ein Plus für Bruchköbeler Gäste oder am besten natürlich ein attraktives Angebot für die ganze Region. Mit Bargeld wird im Südtiroler Nahverkehr übrigens kaum noch bezahlt.